Täglicher Marktbericht – 29. Dezember 2025
Zu den bekannten Kalendereffekten zählt die Santa-Claus-Rally. Yale Hirsch wies im Stock Trader’s Almanac erstmals 1972 darauf hin, dass Aktien in den letzten fünf Handelstagen des Dezembers und den ersten zwei Handelstagen des Januars im Durchschnitt eine überdurchschnittliche Wertentwicklung zeigen.
Wie so oft gilt jedoch: Saisonale Muster entfalten ihre Aussagekraft nur im Mittel über viele Jahre. Entsprechend verhalten starteten die US-Aktienmärkte in die letzte Handelswoche: Am Montag eröffneten die Indizes bei ferienbedingt dünner Liquidität etwas schwächer, S&P 500, Dow Jones und Nasdaq notierten leicht im Minus.
Unter den Einzeltiteln gerieten Technologiewerte unter Druck: Nvidia NVDA und Palantir PLTR verloren in der ersten Handelsstunde jeweils rund 1,5 %. Deutlich fester präsentierte sich hingegen die DigitalBridge Group DBRG, deren Aktie knapp zehn Prozent zulegte, nachdem SoftBank ein Übernahmeangebot über rund vier Milliarden US-Dollar präsentiert hatte und die Unsicherheit, ob der Deal tatsächlich zustande kommt, schwand. Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für Merger Arbitrage Fonds, die auf die angekündigte Übernahme spekuliert hatten.
An den Rohstoffmärkten blieb die Lage volatil: Ölpreise zogen nach ergebnislosen Gesprächen in Mar-a-Lago zur Ukraine spürbar an, während Edelmetalle wie Gold und Silber nach jüngsten Höchstständen deutlich nachgaben. Besonders stark traf es den Goldminenbetreiber Newmont NEM, dessen Aktie mehr als fünf Prozent einbüßte.