Täglicher Marktbericht – 19. Januar 2026
Die USA feiern heute den Martin-Luther-King-Jr.-Tag, um Dr. Martin Luther King Jr. zu ehren, der für Bürgerrechte kämpfte und 1968 ermordet wurde. Dementsprechend sind die NYSE und Nasdaq heute geschlossen. Ein Blick nach Europa zeigt: Es gibt wenig Grund zur Freude an den Märkten. Der Dax ist um 1,3% gefallen und rutscht unter die 25.000-Marke, der CAC liegt fast 1,8% im Minus und ist damit der einzige große Aktienmarkt mit negativer YTD-Performance. US-Futures notieren ebenfalls etwa 1% niedriger. Der Auslöser ist ein anderer Amerikaner: Donald Trump. Europäische Aktien fallen, weil Trumps neue Zolldrohungen gegen acht europäische Länder (im Zusammenhang mit Grönland) Bedenken hinsichtlich eines neuen transatlantischen Handelskriegs schüren. Die Risikobereitschaft nimmt spürbar ab. Die Opfer: BMW XETR:BMW, Mercedes-Benz XETR:MBG, Volkswagen Vz. XETR:VOW3, Stellantis MIL:STLAM, Ferrari MIL:RACE. Neben der zyklischen Automobilindustrie stehen auch andere exportorientierte Aktien unter Druck: LVMH EURONEXT:MC, Kering EURONEXT:KER, Hermès EURONEXT:RMS und Burberry LSE:BRBY fallen deutlich. Auch Tech-Aktien werden abgestraft: Der Rückgang von ASML EURONEXT:ASML als wichtigem zyklischen Tech-Proxy in Europa deutet darauf hin, dass der US-Tech-Sektor morgen wahrscheinlich schwächer starten wird. Aber es gibt auch Profiteure: Rheinmetall XETR:RHM, Thales EURONEXT:HO, BAE Systems (LSE:BA.), Leonardo MIL:LDO, HENSOLDT XETR:HAG, Dassault Aviation EURONEXT:AM und andere Rüstungsaktien steigen heute deutlich. Europa wird wahrscheinlich mehr in die eigene Verteidigung investieren müssen – dies treibt die Rüstungsaktien. Auch Fresnillo LSE:FRES, Endeavour Mining LSE:EDV und andere Bergbauaktien steigen, da Investoren in Gold und Bergbauaktien als vermeintlichen sicheren Hafen fliehen.