Täglicher Marktbericht – 9. Februar 2026
Nach dem klaren Wahlsieg von Sanae Takaichi sprang der Nikkei auf ein Rekordniveau und schloss bei 56364 Punkten. Der Yen und japanische Staatsanleihen schwankten deutlich. Anleger setzen darauf, dass die neue Mehrheit umfangreichere Fiskalprogramme umsetzt – zugleich bleibt offen, wie die zusätzlichen Ausgaben finanziert werden.
In den USA steigen der S&P500 um 0,67% und der Nasdaq um 1,21% (18:15 MEZ). Getragen wurde der Markt erneut von Halbleitern; Nvidia NASDAQ:NVDA, Broadcom NASDAQ:AVGO und Advanced Micro Devices NASDAQ:AMD stiegen, während sich Investoren zugleich auf eine dichte Datenwoche mit dem US-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und US-Inflationsdaten am Freitag einstellen.
Ein wesentlicher Bremsklotz bleibt die Debatte über den Investitionshunger der großen Plattformkonzerne: Amazon NASDAQ:AMZN (200 Mrd. USD), Alphabet NASDAQ:GOOGL (175-185 Mrd. USD), Meta Platforms NASDAQ:META (115-135 Mrd. USD) und Microsoft NASDAQ:MSFT (über 100 Mrd.) haben hohe Kapitalausgaben während der jüngsten Berichtsperiode angekündigt, die die Freien Cash Flows der Unternehmen in 2026 deutlich mindern werden.
Nach einem Bericht, wonach chinesische Aufseher Banken zu mehr Zurückhaltung bei US-Staatsanleihen angehalten haben sollen, gerieten Treasuries und der Dollar zeitweise unter Druck. Am Markt wird der Bericht als weiteres Indiz dafür gewertet, dass große Gläubiger ihre USD-Exposure reduzieren könnten.
Die extreme Rohstoff-Volatilität blieb ebenfalls ein Thema: Gold setzte seine Erholung fort und notierte wieder über 5.000 US-Dollar je Unze – gestützt durch einen schwächeren Dollar, spekulative Umschichtungen und die anhaltende Nachfrage aus China; zugleich warnen Marktbeobachter vor abrupten Bewegungen nach den Ausschlägen der Vorwoche. Silber zog mit an.