Täglicher Marktbericht – 13. Februar 2026
Der US-Inflationsbericht für Januar hat die Märkte zum Wochenschluss spürbar entlastet. Der Verbraucherpreisindex stieg um 0,2% zum Vormonat und lag 2,4% über dem Vorjahr (Dezember: 2,7%). Die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) betrug 0,3% zum Vormonat und 2,5% zum Vorjahr – der niedrigste Stand seit Anfang 2021. Entlastend wirkten vor allem sinkende Energiepreise (insbesondere Benzin) sowie eine Abkühlung bei wohnungsbezogenen Komponenten; zugleich bleibt der Preisdruck im Dienstleistungsbereich ein Thema.
Die zweijährige Treasury-Rendite rutschte in Richtung 3,4% und näherte sich damit dem tiefsten Niveau seit 2022; die zehnjährige Rendite lag bei 4,07 %. Geldmarktkontrakte preisten rund 63–64 Basispunkte an Fed-Senkungen für 2026 ein; die Wahrscheinlichkeit einer dritten Senkung bis Dezember wurde auf etwa 50% beziffert.
Am Aktienmarkt zeigte sich eine breite, aber nicht euphorische Erholung. Viele Titel im S&P 500 legten zu, doch die Indexgewinne blieben moderat, weil einzelne Schwergewichte schwächer tendierten. In der Sektorbetrachtung profitierten vor allem konjunktursensible Bereiche von der sinkenden Zinslast, während die Technologiewerte nach den Ausschlägen der Vorwoche weiter uneinheitlich blieben. Unter dem Strich wirkte der CPI-Bericht wie ein Stabilisator: Er hält die Aussicht auf weitere Lockerungsschritte der Fed im Spiel.
Applied Materials AMAT veröffentlichte seine Quartalszahlen am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss, woraufhin die Aktie am heutigen Freitag um knapp 10 % zulegte. Ausschlaggebend war weniger das abgelaufene Quartal als vielmehr der überraschend starke Ausblick: Der Ausrüster für Chipfabriken stellte für das kommende Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn klar über den Erwartungen liegende Werte in Aussicht und verwies auf eine beschleunigte Investitionsdynamik rund um Rechenzentren, Hochleistungsspeicher und fortgeschrittene Chip-Fertigungstechnologien.