Täglicher Marktbericht – 19. Februar 2026
Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran führten zu steigenden Ölpreisen und nervöser werdende Anleger suchten Zuflucht in Edelmetallen. Die Aktienmärkte korrigierten. Brent TVC:UKOIL stieg auf 71,58 USD/Barrel, WTI TVC:USOIL auf 66,53 USD/Barrel; Gold TVC:GOLD kletterte auf 5.007,46 USD/Unze und Silber TVC:SILVER auf 78,25 USD/Unze.
Zahlreiche Unternehmen beichteten Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal. Walmarts NASDAQ:WMT Umsatz im 4. Quartal stieg auf 190,7 Mrd. USD (+5,6%). Der neue CEO John Furner wies darauf hin, dass das Unternehmen derzeit vornehmlich von Kunden mit einem höheren Einkommen profitiere. Die Umsätze im online-Handel stiegen um 24% im vierten Quartal. Der Ausblick blieb jedoch bewusst vorsichtig (u. a. 3,5–4,5% Umsatzwachstum).
In Deutschland berichtete Hochtief XETR:HOT Geschäftszahlen. Jefferies bezeichnete die heute vorgelegten Ergebnisse als eher enttäuschend: Zwar bleibt das operative Umfeld im Rechenzentrums- und Infrastrukturgeschäft robust, die Unternehmensdaten seien jedoch nicht ausreichend, um einen weiteren Kursschub der Aktie herbeizuführen. Die Hochtief-Aktie ist von einem Tief von 138 Euro im Juli 2025 jüngst auf über 404 Euro gestiegen. Berücksichtigt man, dass das Unternehmen heute ein Operatives Ergebnis je Aktie im Jahr 2025 von 10,49 Euro berichtet hat und das Umsatzwachstum bei 14,8 % lag, dann ist die Aktie für ein Bauunternehmen trotz Sonderfaktoren (Rechenzentren, Energiewende, Verteidigungsausgaben) derzeit extrem hoch bewertet. Die Aktie gab nach den Zahlen nach.
Die US-Volkswirtschaft zeigt sich bei niedrigen Arbeitslosenzahlen weiterhin robust, trotz eines hohen Handelsdefizits. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (https://www.dol.gov/ui/data.pdf) in den USA sanken in der Woche bis 14. Februar auf 206.000 (−23.000 ggü. Vorwoche), die weiterlaufenden Anträge stiegen auf 1,869 Mio.; der Arbeitsmarkt bleibt damit fest, ohne dass sich eine neue Entlassungswelle zeigt. Das Trade Deficit (https://www.census.gov/econ/indicators/2025/advance_report2512.pdf) bei den Gütern sprang im Dezember auf 98,5 Mrd. USD (von 82,8 Mrd. USD), weil die Warenimporte zulegten und die Warenexporte zurückgingen.