Täglicher Marktbericht – 27. Februar 2026

Freitag, der 27. Februar 2026, war von einer erneuten Risikoaversion geprägt: US-Aktien schlossen schwächer. Der Dow Jones DJI verlor etwa 1,1 %, der S&P 500 SPX rund 0,4 % und der Nasdaq IXIC 0,9 %.

Neue Inflationszahlen sorgten für Unsicherheit. Der Producer Price Index(https://www.bls.gov/news.release/ppi.htm) in den Vereinigten Staaten stieg im Januar stärker als von Ökonomen erwartet: Die Erzeugerpreise erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat um 0,5 %, hauptsächlich aufgrund steigender Preise im Dienstleistungssektor. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise etwa 2,9 % über dem Vorjahr. Marktteilnehmer interpretierten diese Daten als Hinweis darauf, dass der Inflationsdruck in der Wirtschaft weiterhin vorhanden ist und dass Unternehmen höhere Kosten an ihre Kunden weitergeben.

Dell DELL stieg um über 20 %, nachdem das Unternehmen eine bedeutende Expansion seines AI-Servergeschäfts sowie höhere Dividenden und Aktienrückkäufe angekündigt hatte. Auf der Verliererseite waren große Banken – darunter Wells Fargo WFC, die um über 5 % fiel, sowie Goldman Sachs GS und Morgan Stanley MS, die um mehr als 6 % fielen – angesichts von Bedenken hinsichtlich der Kreditqualität, privater Kredite und wie sehr AI Druck auf ganze Geschäftsmodelle ausübt.

Die Netflix-Aktie (NASDAQ: NFLX) stieg um etwa 14 %, nachdem das Unternehmen beschlossen hatte, die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (NASDAQ: WBD) nicht weiter zu verfolgen. Investoren begrüßten die Entscheidung von Netflix, da sie es dem Unternehmen ermöglicht, kostspielige Übernahmerisiken zu vermeiden. Im Rennen um eine potenzielle Übernahme gibt es derzeit ein Angebot von Paramount Global (NASDAQ: PARA), dessen Aktienkurs ebenfalls erheblich stieg. Der Rückzug von Netflix verringert den Wettbewerbsdruck im Bietprozess und könnte es Paramount ermöglichen, seine Marktposition durch die Übernahme zu stärken.

Der Trend zu "Sicherheit" war in allen Anlageklassen sichtbar: US-Staatsanleihen US10Y waren gefragt, wobei die Renditen unter 4 % fielen; der Dollar DXY zeigte eine stärkere Tendenz. Brent (ICEEUR:BRN1!) und WTI (NYMEX:CL1!) stiegen angesichts der Ängste vor einem Militärschlag der USA oder Israels gegen den Iran.