Täglicher Marktbericht – 2. März 2026

Der Iran-Krieg hat am Montag, dem 2. März 2026, zu grossen Verlusten an den Aktienmärkten in Europa geführt. Der Stoxx 50 TVC:SX5E hat bei 5987 Punkten oder - 2,47 % geschlossen, der Dax TVC:DEU40 lag zum Handelsschluss bei 24638 Punkten oder -2,56 % tiefer. Der Schock kommt über die Energiepreise und damit über die Inflationsseite. Brent (ICEEUR:BRN1!) und WTI (NYMEX:CL1!) sprangen zeitweise kräftig an, gestützt durch Meldungen über Störungen von Produktion und Logistik sowie die Sorge um eine mögliche Sperrung der Straße von Hormus, über die täglich rund 20 Mio. Barrel Öl pro Tag transportiert werden, also ungefähr jeder fünfte weltweit verbrauchte Barrel. Erstaunlich, der S&P 500 TVC:SPX und der Nasdaq 100 TVC:NDX notieren heute im Plus. Auch der Dollarindex TVC:DXY tendierte fester - da Anleger in Kriegszeiten oftmals Zuflucht in den USA suchen.

Reise- und Airline-Titel fielen stark – in Deutschland gaben Lufthansa XETR:LHA und TUI XETR:TUI1 im vorbörslichen/Frühhandel teils um fast 12% –, während Rüstungswerte gesucht waren (u. a. Rheinmetall XETR:RHM) . Die Rotation raus aus Mobilität und zyklischen Werten, rein in Energie/Defense war gerade am deutschen Markt deutlich ausgeprägt. Die entscheidenden Fragen lauten: Wie lange bleibt Öl teuer – und ab wann wird aus geopolitischem Risiko ein makroökonomischer Bremsschuh? Und: Bleibt der Aktienmarkt in den USA weiterhin so stabil bleibt wie am heutigen Tage?