Täglicher Marktbericht – 5. März 2026

Der Donnerstag, dem 5. März 2026,

stand an den Märkten ganz im Zeichen des Krieges zwischen den USA/Israel und Iran – und damit der Energiefrage. Brent (BRN1!) sprang zeitweise um gut drei Prozent auf gut 84 Dollar, WTI (CL1!) sogar um rund sechs Prozent Richtung 79 Dollar: Händler preisen Liefer- und Transportrisiken im Nahen Osten ein, bis hin zur Sorge, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiter gestört werden könnte.

Die unmittelbare Folge: Inflationsrisiken kehren zurück – und mit ihnen der Druck auf Anleihemärkte. In den USA stieg die Rendite der 10-jährigen Treasuries US10Y wieder über 4,1%, während der Dollar-Index DXY zulegte und der Euro EURUSD nachgab. Höhere Energiepreise dämpfen die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen.

Im Aktienbild ragten zwei Bewegungen heraus: In Seoul kam es nach dem historischen Ausverkauf zur Gegenreaktion. Samsung Electronics 005930.KS und SK Hynix 000660.KS sprangen jeweils um rund 11%. Auslöser war weniger eine neue Unternehmensnachricht als die Kombination aus Schnäppchenjagd und staatlicher Stabilisierung nach dem Schock über die Energieabhängigkeit Koreas; die Regierung stellte ausdrücklich Maßnahmen zur Beruhigung der Märkte in Aussicht.

In den USA drehte sich der Blick auf die KI-Lieferkette und die Frage, wer am Investitionsboom verdient: Broadcom AVGO gewann nach Zahlen und einem offensiven Ausblick deutlich, da das Management AI-Chip-Erlöse von über 100 Mrd. Dollar in den kommenden Jahren in Aussicht stellte. Ebenfalls kräftig zog Booking BKNG an (rund +8%), nachdem ein Bericht die Furcht vor Disintermediation bei Online-Reiseplattformen minderte. Salesforce CRM, Intuit INTU und ServiceNow NOW erholten sich - nach Wochen, in denen KI-Disruptionsangst die Bewertungen gedrückt haben.