Täglicher Marktbericht – 11. März 2026

Der Finanzmarkt am 11.03.2026, 18:00 MEZ

Die Finanzmärkte standen heute im Zeichen eines unangenehmen Dreiklangs aus Ölpreisschub, hartnäckigen Inflationssorgen und steigenden Kapitalmarktzinsen. An der Wall Street gaben der Dow Jones DJ:DJI und der S&P 500 SP:SPX nach, obwohl der Anstieg der US-Verbraucherpreise für Februar mit 0,3 Prozent zum Vormonat und 2,4 Prozent zum Vorjahr die Erwartungen traf.

Der Markt blickte bereits über diese Zahl hinweg, weil der jüngste Energieschock infolge des Iran-Konfliktes und die Straße von Hormus in den Februardaten noch nicht enthalten ist. Parallel stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen TVC:US10Y auf nunmehr über 4,2 Prozent, was zinssensitive Segmente belastete und den Aktienmarkt von der Zinsseite her zusätzlich unter Druck setzte.

Am Rohstoff- und Devisenmarkt blieb Öl der Taktgeber. Brent TVC:UKOIL legte im Tagesverlauf um rund vier Prozent bis auf etwa 91 bis 92 Dollar je Barrel zu, WTI TVC:USOIL notierte zeitweise knapp fünf Prozent höher. Dass die Internationale Energieagentur eine koordinierte Freigabe von 400 Millionen Barrel ankündigte, reichte den Märkten nicht als Entwarnung; offensichtlich überwiegt die Sorge, dass ein länger gestörter Energiefluss aus der Golfregion die nächste Inflationswelle anstoßen könnte. Entsprechend zog auch der Dollarindex TVC:DXY an, während der Euro zum Dollar FX_IDC:EURUSD und der Yen unter Druck blieben. Für Staatsanleihen ist das ein toxisches Gemisch: höheres Öl, zähere Inflation, später sinkende Leitzinsen.

Oracle NYSE:ORCL legte nach einem angehobenen Umsatzausblick und neuen Hoffnungen auf anhaltend starke Nachfrage nach KI-Rechenleistung um etwa 10 Prozent zu und war damit einer der seltenen klaren Gewinner im Mega-Cap-Segment.