Täglicher Marktbericht – 13. März 2026

Der Freitag stand an den Finanzmärkten ganz im Zeichen der Eskalation im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump drohte mit weiteren Angriffen auf iranische Ziele und sogar auf die iranische Energieinfrastruktur, falls Teheran den Öltransport im Persischen Golf weiter gefährde. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der iranischen Insel Kharg, über deren Terminal rund 90 % der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden; jede militärische Bedrohung dieses Hafens hätte daher unmittelbare Auswirkungen auf das globale Ölangebot.

Gleichzeitig schlug auch der neue iranische Oberste Führer Mojtaba Khamenei einen kompromisslosen Ton an und kündigte an, den Konflikt auf weitere Ziele auszudehnen. Diese gegenseitigen Drohungen verstärkten die Sorge um den Ölfluss durch die Straße von Hormus, einen der wichtigsten Energiekorridore der Welt. Entsprechend blieb der Ölmarkt extrem angespannt.

Die unmittelbare Marktreaktion war eine Korrektur am Aktienmarkt. In den USA fiel der S&P 500 (SP:SPX) um 0,6 % auf 6.632 Punkte, der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) verlor 0,9 % und der Dow Jones (DJ:DJI) gab 0,3 % nach. Der Euro Stoxx 50 (INDEX:STOXX50E) und der Stoxx 600 (INDEX:STOXX) lagen jeweils rund 0,5–0,6 % im Minus, während der Dax (XETR:DAX) ebenfalls schwächer schloss.

Auslöser war vor allem der erneute Sprung beim Ölpreis – Brent (TVC:UKOIL) stieg auf etwa 103 Dollar je Barrel, WTI (TVC:USOIL) auf rund 98,7 Dollar. Damit überschritt Brent erstmals seit Jahren wieder deutlich die Marke von 100 Dollar und verstärkte Inflations- und Zinssorgen der Investoren.

Am Renten- und Devisenmarkt spiegelte sich das gleiche Muster. Der Dollarindex (TVC:DXY) legte zu, während der Euro und andere große Währungen zum Dollar nachgaben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag bei rund 4,28 %, während deutsche Bundesanleihen mit etwa 2,99 % rentierten. Gleichzeitig blieb der Rohstoffmarkt der zentrale Treiber: Der Konflikt hat bereits zu starken Preissprüngen geführt und könnte laut Analysten den globalen Energiefluss massiv beeinträchtigen. Die Kombination aus teurer Energie, geopolitischem Risiko und geringeren Zinssenkungserwartungen bestimmte damit klar das Marktbild des Freitags.