Täglicher Marktbericht – 16. März 2026
Der gestrige Handel war vor allem eine Erleichterungsrally nach dem jüngsten Ölpreisschock im Iran-Krieg. Nachdem Hoffnungen auf etwas mehr Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufkamen und über weitere Freigaben strategischer Reserven gesprochen wurde, setzte an den Aktienmärkten eine technische Gegenbewegung ein: Der S&P 500 (SP:SPX) gewann 1,01 %, der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) stieg 1,22 %, der Dow Jones (DJ:DJI) legte 0,83 % zu. In Europa erholte sich der Stoxx 600 (INDEX:STOXX) um 0,45 %, der Dax (XETR:DAX) schloss laut Handelsblatt 0,5 % höher. Treiber waren vor allem Technologie- und zyklische Werte, nachdem der Markt zuvor mehrere Sitzungen unter dem Eindruck steigender Energiepreise und Inflationssorgen gestanden hatte.
An den Zins-, Devisen- und Rohstoffmärkten kam es ebenfalls zu einer leichten Entspannung, ohne dass sich das übergeordnete Bild bereits gedreht hätte. Brent (TVC:UKOIL) fiel am Montag um 2,84 % auf 100,21 Dollar je Barrel, WTI (TVC:USOIL) verlor 5,28 % auf 93,50 Dollar. Dazu gaben US-Renditen und der Dollar nach. Gleichwohl bleibt das Makroumfeld angespannt: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (TVC:US10Y) lag bei rund 4,22 %, deutlich über dem Niveau vor der Eskalation, und die Märkte haben ihre Zinssenkungserwartungen seit Beginn des Ölpreisschubs deutlich zurückgenommen.
Meta Platforms (NASDAQ:META) stieg 2,3 %, Nvidia (NASDAQ:NVDA) gewann 1,6 %, Tesla (NASDAQ:TSLA) 1,1 %. Die großen Börsenwerte wurden nicht von idiosynkratischen Nachrichten getrieben, sondern von einer Kombination aus fallendem Öl, etwas nachgebenden Renditen und einer temporären Rückkehr in Technologiewerte.