Täglicher Marktbericht – 18. März 2026

Der heutige Handel stand ganz im Zeichen einer doppelten Zumutung für die Märkte: der erneuten Eskalation im Krieg mit Iran und der anschließenden Entscheidung der Federal Reserve, den Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen. Auslöser des jüngsten Energieschubs waren Angriffe auf iranische Anlagen in South Pars und Asaluyeh sowie die anschließende Drohung Teherans, auch Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar ins Visier zu nehmen; entsprechend sprang Brent (TVC:UKOIL) zeitweise auf rund 109 Dollar je Barrel, WTI (TVC:USOIL) auf knapp 99 Dollar. Die Fed hielt zwar still, signalisierte aber weiter nur einen Zinsschritt nach unten für 2026; genau das unterstreicht das Dilemma der Notenbank: höheres Öl, zähere Inflation, aber zugleich wachsende Konjunkturrisiken.

An den Aktienmärkten überwog daraufhin Risikoaversion. In Europa fiel der Stoxx Europe 600 (INDEX:STOXX) um 0,75 Prozent auf 598 Punkte, der Dax (XETR:DAX) schloss laut Handelsblatt knapp ein Prozent tiefer bei 23.502 Punkten. In den USA lagen auch die großen Indizes im Minus: Der S&P 500 (SP:SPX) verlor 1,36 Prozent, der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) 1,46 Prozent und der Dow Jones (DJ:DJI) 1,63 Prozent. Am Renten- und Devisenmarkt blieb die Reaktion vergleichsweise nüchtern, aber eindeutig: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (TVC:US10Y) notierte um 4,26 Prozent, die zweijährige um 3,77 Prozent; der Dollarindex (TVC:DXY) tendierte fester bzw. hielt sich erhöht, weil der Markt einen inflationsbedingt längeren Hochzinskurs der Fed für plausibler hält. Das Muster des Tages war damit klassisch: Öl rauf, Aktien runter, Renditen hoch, Risikobereitschaft geringer.