Täglicher Marktbericht – 24. März 2026

Der heutige Handel war ein Tag der Ernüchterung nach der kurzen Entspannungsfantasie vom Montag. Auslöser war der offene Widerspruch zwischen Washington und Teheran: Donald Trump hatte von einer möglichen „complete and total resolution“ gesprochen, doch der Iran bestritt am Dienstag direkte Verhandlungen und verhärtete seine Verhandlungsposition. Damit kehrte der geopolitische Risikoaufschlag schlagartig zurück.

Brent (TVC:UKOIL) stieg im Tagesverlauf wieder über 100 Dollar je Barrel. Der Dax (XETR:DAX) schloss nahezu unverändert bei 22.637 Punkten. Der europäische Stoxx 600 (INDEX:STOXX) beendete eine erratische Sitzung leicht im Plus, während in den USA der Dow Jones (DJ:DJI) und der S&P 500 (SP:SPX) leicht stiegen. In den USA standen die größten Wachstumswerte unter moderatem Druck; der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) gab leicht nach.

Der Dollarindex (TVC:DXY) legte auf 99,36 Punkte zu, da mit dem Wiederanstieg des Ölpreises auch die Erwartung sank, dass die Federal Reserve bald lockern werde. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg auf 3,91 %, die zehnjähriger Treasuries (TVC:US10Y) auf rund 4,37 %. Gold (TVC:GOLD) stabilisierte sich bei rund 4.409 Dollar je Feinunze, blieb aber unter Druck, da steigende Renditen das zinslose Edelmetall unattraktiver machen.

Der US-Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft fiel auf 51,4 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit elf Monaten. Auch in der Eurozone kühlte sich die Konjunktur spürbar ab; der Composite-PMI sank auf 50,5, was einige Marktteilnehmer als beginnende Stagflationswarnung deuten.

Einen breit angelegten Ausverkauf der Mega-Caps gab es heute nicht, wohl aber eine klare Rotation: Energie- und Finanzwerte stützten den Markt, während Technologie und Kommunikationsdienste belasteten. SAP (XETR:SAP) gab nach einer Abstufung durch J.P. Morgan um rund 4 % nach.