Täglicher Marktbericht – 10. April 2026

In den USA stieg die Inflationsrate (https://www.bls.gov/news.release/cpi.toc.htm) im März im Jahresvergleich um 3,3%; die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel erhöhte sich um 2,6% im Jahresvergleich. Der Haupttreiber war Energie: Der Benzinpreisindex sprang im Vergleich zum Vormonat um 21,2%, und der gesamte Energieindex stieg um 10,9%. Die Tatsache, dass die Zahlen weitgehend den Erwartungen entsprachen, verhinderte einen größeren Verkaufsdruck. Der S&P 500 (SP:SPX) schloss 0,11% schwächer bei 6.817 Punkten, der Dow Jones (DJ:DJI) verlor 0,56%, während der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) dank der Halbleiteraktien um 0,35% auf 22.903 Punkte zulegte; in Europa stieg der Stoxx 600 (INDEX:STOXX) um 0,37%.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (TVC:US10Y) stieg nach den Daten leicht auf 4,317%, während die Rendite zweijähriger Anleihen auf 3,804% anstieg; der Markt erkennt somit an, dass der Ölpreisschock nun sichtbar die offizielle Inflation beeinflusst hat. Gleichzeitig fiel der Dollarindex (TVC:DXY) um 0,22% auf 98,66, während der Euro gegenüber dem Dollar (FX:EURUSD) auf 1,1729 stieg. Auf dem Ölmarkt gaben die Preise nach einem turbulenten Tag leicht nach: Brent (TVC:UKOIL) schloss bei 95,20 $ pro Barrel, WTI (TVC:USOIL) bei 96,57 $. Die Marktteilnehmer reagierten einerseits auf den Inflationsanstieg, hoffen aber andererseits, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Wochenende die Straße von Hormuz allmählich wieder für den regulären Verkehr öffnen könnten.

Blickt man in die Zukunft, rückt die Berichtssaison nun in den Vordergrund, und die Messlatte liegt hoch. Laut Factset wird erwartet, dass die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 (SP:SPX) im Jahr 2026E (EPS) um etwa ~14-15% im Jahresvergleich wachsen, was das dritte aufeinanderfolgende Jahr mit zweistelligem Wachstum markiert. Dieses Wachstum liegt deutlich über dem langfristigen Durchschnitt (~8-9%). Das quartalsweise Profil laut FactSet: • Q1 2026: ~11-13% • Q2–Q4 2026: ~15%+ Der Technologiesektor wird voraussichtlich besonders gut abschneiden, während der Gesundheitssektor hinterherhinkt. Nächste Woche wird Goldman Sachs (NYSE:GS) am Montag die Berichtssaison in den USA einleiten, gefolgt von JPMorgan Chase (NYSE:JPM), Citigroup (NYSE:C) und Wells Fargo (NYSE:WFC) am Dienstag; ebenfalls berichten werden Netflix (NASDAQ:NFLX), Johnson & Johnson (NYSE:JNJ) und PepsiCo (NASDAQ:PEP).