Täglicher Marktbericht – 13. April 2026
Der heutige Handel stand klar im Zeichen des neuen Öl- und Geopolitikschocks. Nachdem die Gespräche zwischen den USA und Iran scheiterten und Washington eine Blockade iranischer Häfen beziehungsweise des Verkehrs rund um die Straße von Hormus ankündigte, sprang Brent über 100 Dollar je Barrel und WTI ebenfalls wieder in den dreistelligen Bereich.
In den USA zeigte sich ein gespaltenes Bild: Der Dow Jones Industrial Average (TVC:DJI) gab nach, der S&P 500 (SPX) trat weitgehend auf der Stelle, während der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) leicht zulegte. In Europa verlor der STOXX 600 (TVC:SXXP) moderat, ebenso der DAX (XETR:DAX). Am Rentenmarkt gerieten die Kurse unter Druck, während die Renditen im Euroraum deutlich anzogen. Der kräftige Anstieg der Ölpreise verstärkte die Sorge vor persistenter Inflation und ließ Marktteilnehmer ihre Erwartungen an mögliche Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank zurücknehmen. Besonders stark reagierte das kurze Ende der Zinskurve, was sich in steigenden Renditen zweijähriger Bundesanleihen (TVC:DE02Y) widerspiegelte. Aber auch länger laufende Titel wie die zehnjährige Bundesanleihe (TVC:DE10Y) verzeichneten Renditeanstiege.
Goldman Sachs (NYSE:GS) legte zwar ein starkes Quartal mit höherem Gewinn, rekordhohem Aktienhandel und einem kräftigen Plus im Investment Banking vor; die Aktie geriet dennoch unter Druck, weil das Anleihe-, Währungs- und Rohstoffgeschäft die Erwartungen verfehlte.