Täglicher Marktbericht – 21. Mai 2026

Die internationalen Aktienmärkte haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während Technologiewerte nach den Zahlen von NVIDIA (NVDA) volatil handelten, blieben defensive Konsumwerte nach den Ergebnissen von Walmart (WMT) vergleichsweise stabil. Der S&P 500 (SPX) schloss leicht im Plus, während der NASDAQ-100 (NDX) im Tagesverlauf deutlich schwankte. Belastend wirkten weiterhin hohe Renditen langlaufender US-Staatsanleihen sowie Diskussionen über die Nachhaltigkeit der massiven KI-Investitionen großer Technologiekonzerne. Im Mittelpunkt der Berichtssaison stand NVIDIA. Der Konzern meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatzanstieg um 85 % auf 81,6 Mrd. USD. Das Data-Center-Geschäft erreichte 75,2 Mrd. USD Umsatz (+92 %). Die Bruttomarge lag bei 74,9 %. Der GAAP-Gewinn je Aktie betrug 2,39 USD. Zusätzlich kündigte NVIDIA ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Mrd. USD sowie eine deutliche Dividendenerhöhung an. Für das laufende Quartal stellte das Unternehmen Erlöse von rund 91 Mrd. USD in Aussicht. Trotz der außergewöhnlich starken Zahlen geriet die Aktie unter Druck, da Investoren nach dem massiven Kursanstieg der vergangenen Monate zunehmend auf Bewertung, Wettbewerb und geopolitische Risiken – insbesondere mögliche Exportrestriktionen gegenüber China – achten. Jensen Huang bezeichnete den Ausbau globaler KI-Infrastruktur als „größte Infrastruktur-Expansion der Menschheitsgeschichte“. Auch Walmart legte solide Quartalszahlen vor. Der weltgrößte Einzelhändler steigerte den Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 7,3 % auf 177,8 Mrd. USD. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,66 USD. Die vergleichbaren Umsätze in den USA stiegen ohne Treibstoff um 4,1 %, während der E-Commerce-Umsatz um 26 % zulegte. Das internationale Geschäft wuchs währungsbereinigt um 10,1 %. Anleger reagierten dennoch vorsichtig, weil der Ausblick für das laufende Quartal leicht hinter den optimistischen Markterwartungen zurückblieb. Walmart verwies auf höhere Gesundheits-, Treibstoff- und Abschreibungskosten sowie eine weiterhin selektive Konsumnachfrage. Am Rohstoffmarkt blieb Brent Crude Oil (UKOIL) volatil. Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Verhältnis zwischen den USA und Iran belasteten die Ölpreise zeitweise deutlich. Gold (GOLD) gab angesichts steigender Realrenditen und eines festen US-Dollars nach. Der US-Dollar-Index (DXY) blieb auf erhöhtem Niveau. Bei den Währungen bewegte sich EUR/USD (EURUSD) weiter in einer engen Handelsspanne, da Investoren auf neue Inflationsdaten und Hinweise der US-Notenbank zur künftigen Zinspolitik warten.