Täglicher Marktbericht – 18. Juni 2026
Marktbericht – 18. Juni 2026
Märkte
Die amerikanischen Aktienmärkte haben einen Großteil der Verluste vom Vortag wettgemacht. Der S&P 500 (SPX – https://www.tradingview.com/symbols/SPX/) stieg um 1,1 % auf 7.498 Punkte, der Nasdaq Composite (IXIC – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-IXIC/) gewann 1,9 %. Der Dow Jones Industrial Average (DJI – https://www.tradingview.com/symbols/DJ-DJI/) legte lediglich 0,1 % zu. Getragen wurde die Erholung vor allem von Halbleiterwerten und der Entspannung im Nahen Osten.
In Europa überwogen dagegen Gewinnmitnahmen. Der STOXX Europe 600 (SXXP – https://www.tradingview.com/symbols/STOXX-SXXP/) verlor 0,3 % und beendete eine fünftägige Gewinnserie. Der britische FTSE 100 (UKX – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-UKX/) gab 1,0 % nach.
Am Rohstoffmarkt setzte sich die Korrektur fort. Das Nordseeöl Brent (UKOIL – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-UKOIL/) fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang März. Auch WTI (USOIL – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-USOIL/) gab deutlich nach. Hintergrund war die vorläufige Einigung zwischen den USA und Iran sowie die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus.
Der Rückgang der Energiepreise entlastete die Inflationserwartungen. Gleichzeitig verloren die Edelmetalle an Boden. Gold (GOLD – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-GOLD/) und Silber (SILVER – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-SILVER/) wurden durch den festeren Dollar belastet.
Am Rentenmarkt blieb die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe (US10Y – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-US10Y/) nahe 4,4 %. Der US-Dollar-Index (DXY – https://www.tradingview.com/symbols/TVC-DXY/) setzte seinen Anstieg fort. Der Euro gegenüber dem US-Dollar (EURUSD – https://www.tradingview.com/symbols/FX-EURUSD/) gab leicht nach.
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Unternehmen & Berichtssaison
Im Mittelpunkt stand der Halbleitersektor. Intel (NASDAQ:INTC – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-INTC/) sprang auf ein Rekordhoch, nachdem Präsident Trump bekanntgegeben hatte, dass Apple (NASDAQ:AAPL – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-AAPL/) künftig Chips gemeinsam mit Intel in den Vereinigten Staaten entwickeln und fertigen lassen will.
Die Nachricht löste eine breite Rally bei KI- und Halbleiterwerten aus. Besonders gefragt waren Nvidia (NVDA) (NASDAQ:NVDA – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-NVDA/), AMD (NASDAQ:AMD – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-AMD/), Micron Technology (MU) (NASDAQ:MU – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-MU/), Marvell Technology (NASDAQ:MRVL – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-MRVL/) und Broadcom (AVGO) (NASDAQ:AVGO – https://www.tradingview.com/symbols/NASDAQ-AVGO/). Die Investoren setzen weiterhin auf die hohen Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren und KI-Infrastruktur.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt Apple durch Aussagen von CEO Tim Cook. Er verwies auf deutlich steigende Speicherpreise infolge der starken KI-Nachfrage und stellte Preiserhöhungen bei einzelnen Produkten in Aussicht.
Zu den Verlierern gehörte Accenture (NYSE:ACN – https://www.tradingview.com/symbols/NYSE-ACN/). Das Unternehmen senkte die obere Grenze seiner Umsatzprognose und belastete damit den gesamten IT-Dienstleistungssektor.
Auch Kroger (NYSE:KR – https://www.tradingview.com/symbols/NYSE-KR/) geriet nach enttäuschenden Quartalszahlen unter Druck. Der Einzelhändler bestätigte zwar seinen Ausblick, blieb aber hinter den Gewinnerwartungen des Marktes zurück.
Im Energiesektor litten Exxon Mobil (NYSE:XOM – https://www.tradingview.com/symbols/NYSE-XOM/) und Chevron (NYSE:CVX – https://www.tradingview.com/symbols/NYSE-CVX/) unter dem Rückgang der Ölpreise.
In Deutschland standen Infineon (XETR:IFX – https://www.tradingview.com/symbols/XETR-IFX/), Siemens Energy (XETR:ENR – https://www.tradingview.com/symbols/XETR-ENR/) und Deutsche Bank (XETR:DBK – https://www.tradingview.com/symbols/XETR-DBK/) auf der Gewinnerseite, während BMW (XETR:BMW – https://www.tradingview.com/symbols/XETR-BMW/), Mercedes-Benz Group (XETR:MBG – https://www.tradingview.com/symbols/XETR-MBG/) und Volkswagen Vorzüge (XETR:VOW3 – https://www.tradingview.com/symbols/XETR-VOW3/) nachgaben.
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Makroökonomie
Die Geldpolitik bleibt das dominierende Thema. Die Federal Reserve beließ den Leitzins unverändert, signalisierte jedoch eine mögliche weitere Zinserhöhung im Jahresverlauf. Fed-Chef Kevin Warsh betonte erneut die Priorität der Preisstabilität. Die Terminmärkte preisen inzwischen wieder eine realistische Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis Herbst ein.
Die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen zurück und bestätigten die Robustheit des amerikanischen Arbeitsmarktes. Damit bleibt der Notenbank Spielraum für eine restriktive Geldpolitik.
Die Bank of England beließ ihren Leitzins bei 3,75 %. Zwei Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses stimmten allerdings bereits für eine weitere Zinserhöhung.