Täglicher Marktbericht – 18. Juli 2026
Märkte Neue Sorgen über den KI-Sektor und die Eskalation im Iran-Krieg drückten den S&P 500 (SPX) um 1,01 Prozent auf 7.458 Punkte. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor 1,49 Prozent auf 28.593 Punkte. Der Dow Jones (DJI) gab 0,77 Prozent auf 52.146 Punkte nach, während der Euro Stoxx 50 (SX5E) um 0,84 Prozent auf 6.231 Punkte sank. In Asien brach der Nikkei 225 (NI225) um 4,03 Prozent auf 64.141 Punkte ein. Nach Angriffen auf Energieanlagen in Kuwait und erneuten Störungen im Schiffsverkehr verteuerte sich Brent-Rohöl (UKOIL) um 4,59 Prozent auf 88,10 Dollar je Barrel.
Unternehmen Zusätzlichen Gegenwind erhielten Speicherchiphersteller durch den bevorstehenden Börsengang des chinesischen DRAM-Herstellers ChangXin Memory Technologies, der am 27. Juli an der Shanghaier STAR Market notiert werden soll und frisches Kapital für einen weiteren Kapazitätsausbau einwerben will; SK Hynix (000660) büßte 11,53 Prozent ein. Samsung Electronics (005930) verlor 8,77 Prozent. Applied Materials (AMAT) gab infolge der Neubewertung von Halbleiter- und KI-Investitionen um 5,57 Prozent nach.
Wegen des schwachen Yen erhöhte Apple (AAPL) die Preise für das iPhone 17 und weitere Produkte in Japan um 10 Prozent. SpaceX (SPCX) fiel wenige Wochen nach dem Börsengang unter den Ausgabepreis. Im Blick standen Gespräche mit dem Pentagon über KI-Rechenkapazitäten und ein neuer Testflug für Montag. Netflix (NFLX) verlor 7,26 Prozent. Intuitive Surgical (ISRG) brach um 14,15 Prozent auf 345,42 Dollar ein.
Boeing (BA) hielt trotz der Folgen des Iran-Kriegs an seiner Nachfrageprognose fest. Für dieses Jahr erwartet der Konzern beim weltweiten Passagieraufkommen nur noch rund 2,3 Prozent Wachstum.
Makroökonomie
Vor der Fed-Sitzung Ende Juli rückte die Geldpolitik erneut in den Fokus. Mehrere Fed-Mitglieder signalisierten angesichts anhaltender Inflationsrisiken eine restriktivere Haltung. An den Terminmärkten wird zwar weiterhin überwiegend mit unveränderten Leitzinsen im Juli gerechnet, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ist zuletzt jedoch gestiegen.
Zudem richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Handelsbeziehungen Nordamerikas. Am Rande des Fußball-WM-Finales werden Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump sowie den Regierungschefs Mexikos und Kanadas erwartet. Investoren achten insbesondere auf mögliche Signale zu Zöllen und zur Zukunft des USMCA-Handelsabkommens.
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*Erstellt am 18.07.2026 / 14:05 (Europe/Berlin)*