Täglicher Marktbericht – 23. Juli 2026
Märkte Der Ölpreisschub und Zweifel an den Erträgen hoher KI-Investitionen drückten den S&P 500 (SPX) um 1,41 Prozent auf 7.393 Punkte. Der Nasdaq 100 (NDX) gab um 2,19 Prozent auf 28.363 Punkte nach. Der Dow Jones (DJI) schloss 1,06 Prozent tiefer bei 51.667 Punkten, während der DAX (DAX) 1,56 Prozent auf 24.763 Punkte verlor. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (US10Y) stieg auf 4,70 Prozent, weil der Energieschock die Erwartungen an die Geldpolitik verschob. Angesichts der Zuspitzung im Iran-Krieg und der Angriffe im Roten Meer verteuerte sich Brent-Rohöl (UKOIL) um 7,05 Prozent auf 100,70 Dollar. Unternehmen Alphabet (GOOGL) verlor nach der Aufstockung des Investitionsplans und einer EU-Strafe wegen Verstößen im Such- und App-Geschäft 6,85 Prozent auf 318,66 Dollar. Tesla (TSLA) brach um 14,10 Prozent auf 321,27 Dollar ein. Rabatte sowie höhere Ausgaben für KI und Robotik belasteten das Ergebnis.
Microsoft (MSFT) ersetzt in PowerPoint und Bing Bildmodelle von OpenAI durch eigene Technik. Zugleich richtet der Konzern seine Strategie für Spiele aus der Datenwolke neu aus. STMicroelectronics (STMPA) geriet unter Druck, weil Anleger an der Tragfähigkeit des KI-Ausgabenbooms zweifelten.
Thermo Fisher Scientific (TMO) erhöhte nach einer Erholung der Nachfrage nach Laborinstrumenten den Umsatzausblick. Die Aktie gewann 8,93 Prozent auf 573,47 Dollar. Eli Lilly (LLY) will nach zwei weiteren Studien im Jahr 2027 die Zulassung seines Adipositas-Wirkstoffs Retatrutid beantragen. Nestlé (NESN) fiel um 7,98 Prozent auf 79,29 Franken, nachdem hohe Kaffee- und Kakaopreise die Profitabilität belastet hatten.
RTX (RTX) gewann angesichts der infolge des Iran-Kriegs wachsenden Rüstungsnachfrage 7,28 Prozent auf 209,06 Dollar. Rheinmetall (RHM) plant im Projekt „Firepower“ eine Verdopplung der Pulverproduktion. Commerzbank (CBK) rückte in den Mittelpunkt, nachdem Unicredit erstmals offen die angestrebte Kontrolle bekundet hatte.
Makroökonomie Die EZB beließ ihre Leitzinsen unverändert. Zugleich verschärfte der Ölpreisschub die Debatte über einen möglichen Zinsschritt im Herbst. Er Energieschock verstärkte an den Märkten die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik. Das White House kündigte Angaben zu auslaufenden US-Zöllen an. Zugleich verschärfte es seine Kritik an der EU wegen der Google-Strafe und der Finanzierung von Airbus.
---
*Erstellt am 23.07.2026 / 21:08 (Europe/Berlin)*