Täglicher Marktbericht – 29. Juli 2026
Märkte Der S&P 500 (SPX) schloss nach dem Zinsentscheid 1,52 Prozent tiefer bei 7.316 Punkten. Angesichts neuer Zweifel an den hohen KI-Ausgaben verlor der Nasdaq 100 (NDX) 2,06 Prozent auf 27.192 Punkte. Der Dow Jones (DJI) fiel um 2,19 Prozent auf 51.594 Punkte. In Europa gab der Euro Stoxx 50 (SX5E) um 0,65 Prozent auf 6.249 Punkte nach. Hingegen schloss der Hang Seng (HSI) 1,96 Prozent höher bei 25.808 Punkten. Die Eskalation des Konflikts mit Iran verteuerte Brent-Rohöl (UKOIL) um 7,68 Prozent auf 90,55 Dollar je Barrel. Unternehmen Microsoft (MSFT) übertraf mit seinem Cloudgeschäft die Erwartungen. Steigende Investitionen in die KI-Infrastruktur dämpften jedoch die Reaktion auf die Ergebnisse. Meta Platforms (META) geriet nach einer verhaltenen Umsatzprognose und einem Rückgang des freien Mittelzuflusses unter Druck. Qualcomm (QCOM) fiel nach einem schwachen Ergebnisausblick, weil höhere Speicherpreise und Engpässe das Smartphonegeschäft belasten.
Trotz eines Gewinnsprungs und höherer Investitionen verlor SK Hynix (000660) 9,61 Prozent. Die Ausgabenpläne verstärkten Zweifel an der Rentabilität des Speicherchipbooms. Im Sog des Ausverkaufs bei Speicherchipwerten gab Micron Technology (MU) um 9,94 Prozent nach. KLA (KLAC) fiel um 10,80 Prozent, Applied Materials (AMAT) um 8,40 Prozent und Lam Research (LRCX) um 6,40 Prozent. Advanced Micro Devices (AMD) büßte 5,51 Prozent ein, während Intel (INTC) 5,12 Prozent verlor.
Airbus (AIR) profitierte von höheren Auslieferungen und einem Ergebnis über den Erwartungen. Im Zuge seines Sparprogramms kündigte BMW (BMW) den Abbau von 8.000 Stellen an. Ford (F) hob wegen der Nachfrage nach margenstarken Geländewagen seinen Ergebnisausblick an.
Nach einem Rekordgewinn stellte Deutsche Bank (DBK) einen weiteren Aktienrückkauf in Aussicht. Intuit (INTU) stieg um 6,43 Prozent, Accenture (ACN) gewann 5,17 Prozent. Goldman Sachs (GS) verlor dagegen 5,09 Prozent.
Makroökonomie Die Fed beließ den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Drei Mitglieder stimmten für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte und signalisierten damit anhaltenden Inflationsdruck. Laut White House drohten die Vereinigten Staaten nach einem iranischen Angriff mit weiteren Militärschlägen. Infolgedessen nahmen die Risiken für die Energieversorgung und die Inflation zu. Das BLS befasst sich mit Änderungen an der Inflationsmessung. Diese sind für die Beurteilung des amerikanischen Preisdrucks und den geldpolitischen Kurs relevant.
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*Erstellt am 29.07.2026 / 23:08 (Europe/Berlin)*