Täglicher Marktbericht – 18. August 2026

Märkte

Steigende Finanzierungskosten belasteten vor allem Technologiewerte. Der S&P 500 (SPX) schloss 0,57 Prozent tiefer bei 7.701 Punkten. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor 1,65 Prozent auf 29.499 Punkte. Der DAX (DAX) gab 0,80 Prozent auf 26.128 Punkte nach. In Asien fiel der Nikkei 225 (NI225) um 2,54 Prozent auf 67.461 Punkte. Gold (GOLD) verbilligte sich um 1,37 Prozent auf 4.412,50 Dollar, Silber (SILVER) um 3,51 Prozent auf 63,91 Dollar.

Unternehmen

Der Ausverkauf unter den Halbleiterwerten ließ Micron Technology (MU) um 7,45 Prozent auf 936,42 Dollar fallen. Im selben Branchenumfeld gab Intel (INTC) um 7,19 Prozent auf 96,05 Dollar nach. KLA (KLAC) verlor 5,90 Prozent auf 193,61 Dollar, Lam Research (LRCX) büßte 5,66 Prozent auf 324,38 Dollar ein. Der Druck auf Anbieter von Rechenzentrums- und Elektronikkomponenten erfasste auch Amphenol (APH): Die Aktie verlor 7,21 Prozent auf 158,55 Dollar.

Nach der Beilegung des Streits mit der Europäischen Union senkte Apple (AAPL) die Gebühren für den App Store in Europa und änderte die Bedingungen für Entwickler. Microsoft (MSFT) rückte wegen der Finanzierung eines verbundenen Rechenzentrums in den Blick. Für dessen Bau wurde eine Anleihe über 3,9 Milliarden Dollar angeboten. Meta Platforms (META) sah sich vor Gericht mit dem Vorwurf von US-Bundesstaaten konfrontiert, seine Plattformen gezielt auf minderjährige Nutzer ausgerichtet zu haben. Walt Disney (DIS) ließ seine Tochter ABC wegen eines Eingriffs in die Meinungsfreiheit gegen die US-Kommunikationsaufsicht klagen.

Boeing (BA) und Lockheed Martin (LMT) schlossen für ihr gemeinsames Raketenunternehmen eine private Anleihefinanzierung über 1,5 Milliarden Dollar ab. Home Depot (HD) übertraf mit seinen Quartalsergebnissen die Erwartungen. Dies stützte die Annahme, dass die Ausgaben für Renovierungsprojekte trotz hoher Finanzierungskosten anhalten. Intuit (INTU) gewann 5,22 Prozent auf 353,11 Dollar. Steigende Finanzierungskosten für Energie- und Rechenzentrumsprojekte belasteten hingegen GE Vernova (GEV). Die Aktie verlor 7,35 Prozent auf 999,66 Dollar.

Makroökonomie

Nach Angaben des White House erklärte die US-Regierung, es seien keine Gespräche mit Iran angesetzt. Der Konflikt um die Straße von Hormus blieb damit ein Risiko für Energieversorgung und Inflation. Vor dem Inkrafttreten neuer Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren verhandelte die US-Regierung zudem mit Kanada, kündigte jedoch keine Einigung an. Britische Regierungsdaten wiesen einen weiteren Beschäftigungsabbau und eine höher als erwartete Arbeitslosenquote aus. Beides unterstrich die Schwäche des Arbeitsmarktes.

---

*Erstellt am 18.08.2026 / 21:25 (Europe/Berlin)*