Täglicher Marktbericht – 11. September 2026
Märkte
Der S&P 500 (SPX) schloss 0,58 Prozent tiefer bei 7.592 Punkten. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor 1,08 Prozent auf 29.104 Punkte. Der DAX (DAX) gab 0,84 Prozent auf 25.361 Punkte nach. In Asien fiel der Nikkei 225 (NI225) um 2,76 Prozent auf 63.469 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (US10Y) stieg um 11 Basispunkte auf 4,94 Prozent, während Gold (GOLD) 1,16 Prozent auf 4.356 Dollar je Feinunze verlor.
Unternehmen
Oracle (ORCL) gab trotz einer zuversichtlicheren Prognose und einer steigenden Cloud-Nachfrage um 5,38 Prozent auf 152,94 Dollar nach. Adobe (ADBE) geriet nach der Ergebnisvorlage unter Druck, weil die Geschäftszahlen die gestiegenen Erwartungen an Anbieter von KI-Software verfehlten.
Tencent (0700) rückte als Geldgeber des Chipentwicklers Enflame in den Blick. Dessen Börsendebüt in Schanghai belegte die Nachfrage nach chinesischen KI-Halbleitern. Alibaba (BABA) sah sich mit dem Vorwurf konfrontiert, sein KI-Labor habe Claude-Abfragen ohne Genehmigung zur Verbesserung eigener Modelle genutzt. Intel (INTC) verlor 5,57 Prozent auf 100,32 Dollar. Lam Research (LRCX) fiel um 5,65 Prozent auf 298,01 Dollar.
Apple (AAPL) traf mit seinem faltbaren iPhone in China auf günstigere Konkurrenzmodelle und eine preisbewusste Nachfrage. Hitachi (6501) galt Berichten zufolge als Interessent für einen Geschäftsbereich des Verkehrstechnikanbieters Swarco. Adani Enterprises (ADANIENT) prüft laut Berichten Gebote für Flughäfen außerhalb Indiens.
Coinbase (COIN) geriet in den Fokus, weil der Wirtschaftsberater Kevin Hassett während der Neuausrichtung der amerikanischen Kryptopolitik eine Beteiligung an dem Unternehmen offengelegt hatte. Nissan Motor (7201) belasteten die schwachen Ergebnisse des Qashqai II bei deutschen Hauptuntersuchungen. Vonovia (VNA) blieb wegen der hohen Finanzierungskosten und der davon abhängigen Neubewertung des Immobilienbestands im Blick.
Makroökonomie
Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stiegen die Erzeugerpreise (PPI) im August um 0,4 % gegenüber dem Vormonat und damit im Rahmen der Erwartungen; im Juli waren sie revidiert um 0,1 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr beschleunigte sich die Produzenteninflation auf 5,4 % nach 4,8 % im Juli. Treiber waren vor allem die Warenpreise (+1,1 %), insbesondere deutlich höhere Energiekosten, während Dienstleistungen nur um 0,1 % zulegten; der um Nahrungsmittel, Energie und Handelsmargen bereinigte Index stieg um 0,3 %. Die Zahlen verstärkten am Markt die Sorge, dass der Inflationsdruck hartnäckig bleibt, und erhöhten die Erwartungen an eine mögliche weitere Straffung der Fed. Ein stärker als erwarteter Anstieg der japanischen Erzeugerpreise lieferte der BoJ weitere Argumente für eine Fortsetzung der geldpolitischen Straffung. Der Kalender der Fed weist für die kommende Woche den nächsten Zinsentscheid aus. Unterdessen verschärfte das White House den wirtschaftlichen Druck auf Iran und bereitete weitere Sanktionen vor.
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*Erstellt am 11.09.2026 / 05:30 (Europe/Berlin)*