Täglicher Marktbericht – 13. Oktober 2026

Märkte

Der S&P 500 (SPX) schloss nahezu unverändert bei 7.811 Punkten und gewann 0,05 Prozent. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor wegen des Ausverkaufs bei Halbleiterwerten 0,34 Prozent auf 30.561 Punkte. In Europa legte der DAX (DAX) um 0,69 Prozent auf 25.260 Punkte zu. Angesichts der Verluste asiatischer Chiphersteller fiel der Nikkei 225 (NI225) um 1,82 Prozent auf 67.778 Punkte. WTI-Rohöl (CL1!) verteuerte sich um 0,76 Prozent auf 94,45 Dollar, Erdgas (NG1!) um 4,80 Prozent auf 3,32 Dollar.

Unternehmen

Broadcom (AVGO) belastete den Halbleitersektor mit seiner Warnung vor einer „Kasino-Mentalität“ bei KI-Investitionen. In diesem Umfeld brach SK Hynix (000660) um 10,09 Prozent auf 1.443.000 Won ein. Samsung Electronics (005930) verlor wegen ähnlicher Zweifel an Umfang und Ertrag der KI-Ausgaben 7,39 Prozent auf 232.000 Won. Im Zuge des weltweiten Ausverkaufs bei Chipwerten fiel Applied Materials (AMAT) um 7,11 Prozent auf 462,18 Dollar.

Meta Platforms (META) rückte in den Mittelpunkt, nachdem der Konzern die fehlende Planungssicherheit für sein 200 Milliarden Dollar schweres KI-Infrastrukturprogramm eingeräumt hatte. Tencent (0700) nahm mit Yuan- und Dollar-Anleihen fast 5,7 Milliarden Dollar zur Finanzierung seiner KI-Investitionen auf. Apple (AAPL) stellte mit dem 299 Dollar teuren HomeView Hub und weiteren Geräten eine neue Produktreihe für vernetzte Haushalte vor.

JPMorgan Chase (JPM) meldete ein starkes Aktienhandelsgeschäft, schränkte zugleich aber den direkten Kontozugriff externer KI-Agenten ein. Auch Goldman Sachs (GS) profitierte in seinen Quartalszahlen vom Aktienhandel. Nach der Vorlage der Bankbilanzen fiel Citigroup (C) um 5,12 Prozent auf 125,17 Dollar. Crédit Agricole (ACA) vereinbarte den Kauf der IKB und baut damit sein Geschäft in Deutschland aus.

Johnson & Johnson (JNJ) verlor nach der Vorlage der Geschäftszahlen 5,48 Prozent auf 249,27 Dollar. Roche (ROG) lizenzierte einen chinesischen Wirkstoff gegen Fettleibigkeit. BMW (BMW) meldete einen Rückgang seines Chinageschäfts um fast ein Viertel.

Makroökonomie

Nach Angaben der Fed hält der Präsident der New Yorker Notenbank, John Williams, eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr für angemessen. Einen zusätzlichen Schritt im Jahr 2027 sieht er nicht. Das BLS veröffentlicht am Mittwoch die US-Verbraucherpreise für September; die Daten sind für den weiteren Zinspfad maßgeblich. Nach Einschätzung des IWF bergen die angespannten öffentlichen Finanzen wachsende Risiken für die Weltwirtschaft. Das White House bekräftigte die Fortsetzung des nachrichtendienstlichen Austauschs mit der Ukraine. Mexiko will unterdessen zur Vorbereitung eines Handelsabkommens mehr US-Waren kaufen.

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*Erstellt am 13.10.2026 / 21:50 (Europe/Berlin)