Täglicher Marktbericht – 14. Oktober 2026
Märkte
Die höher als erwartet ausgefallene US-Inflation belastete vor allem Technologiewerte: Der S&P 500 (SPX) notiert 1,11 Prozent tiefer bei 7.719 Punkten, der Nasdaq 100 (NDX) verliert 2,02 Prozent auf 29.951 Punkte. In Europa gewann der Euro Stoxx 50 (SX5E) 0,38 Prozent auf 6.190 Punkte. Wegen der Angriffe in der Straße von Hormus verteuerte sich WTI-Rohöl (CL1!) um 1,05 Prozent auf 95,13 Dollar, während Gold (GOLD) 1,33 Prozent auf 4.121,80 Dollar verlor. Silber (SILVER) fiel um 6,33 Prozent auf 55,76 Dollar.
Unternehmen
ASML (ASML) hob nach einem über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn seine Umsatzprognose für 2026 an. Der Konzern verwies auf Bestellinteresse bis 2030. Advanced Micro Devices (AMD) verlor beim Ausverkauf der US-Chipwerte 5,73 Prozent auf 570,82 Dollar. Oracle (ORCL) fiel wegen wachsender Bedenken über die Fremdfinanzierung von KI-Rechenzentren um 8,80 Prozent auf 130,60 Dollar.
Bumble (BMBL) rückte nach Berichten über einen möglichen Verkauf an Ithaca für rund 1 Milliarde Dollar in den Mittelpunkt der Übernahmespekulationen. Berkshire Hathaway (BRK.B) stockte sein Engagement beim Technologieunternehmen Bending Spoons um 330 Millionen Dollar auf. Lufthansa (LHA) erhielt den Zuschlag für bis zu 44,9 Prozent an TAP und soll dafür höchstens 1,2 Milliarden Euro zahlen. Perella Weinberg (PWP) beendete die Fusionsgespräche mit Piper Sandler. Damit gab das Institut den Plan für eine Investmentbank mit einem Börsenwert von rund 6 Milliarden Dollar auf.
Bank of America (BAC) meldete wegen Verstößen gegen Geldwäsche- und Sanktionsvorschriften eine Strafe von 1,2 Milliarden Dollar sowie einen Gewinnrückgang um 17 Prozent. Morgan Stanley (MS) verzeichnete Rekordmittelzuflüsse, blieb im Aktienemissionsgeschäft aber hinter Goldman Sachs zurück. BlackRock (BLK) warb 205 Milliarden Dollar an neuen Mitteln ein und steigerte das verwaltete Vermögen damit auf einen Höchststand.
Airbus (AIR) bekräftigte trotz anhaltender Lieferkettenprobleme sein Auslieferungsziel. Für den Nachfolger der A320 stellte der Konzern einen um mindestens 20 Prozent niedrigeren Treibstoffverbrauch in Aussicht. Netflix (NFLX) plant wegen des Drucks auf Wachstum und Zuschauerbindung den Abbau von 1.000 Stellen. GE Vernova (GEV) verlor 6,21 Prozent auf 941,72 Dollar.
Makroökonomie
Nach Angaben des BLS stieg die US-Inflationsrate im September auf 3,7 Prozent. Höhere Kraftstoffkosten veränderten die Erwartungen an die weitere Geldpolitik. Nach dem Preisschub rückt mit Blick auf den Sitzungskalender der Fed der anstehende Zinsentscheid in den Mittelpunkt. Nach Angaben der EZB stellte Präsidentin Christine Lagarde klar, dass die Notenbank nicht zugunsten Frankreichs am Anleihemarkt eingreifen werde. Das White House befasste sich vor den Zwischenwahlen verstärkt mit der Belastung der Haushalte durch das hohe Preisniveau.
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*Erstellt am 14.10.2026 / 22:08 (Europe/Berlin)*