Täglicher Marktbericht – 20. Oktober 2026
Märkte
Der S&P 500 (SPX) gewann 0,37 Prozent auf 7.719 Punkte. Der Nasdaq 100 (NDX) stieg um 0,13 Prozent auf 29.568 Punkte, der Dow Jones (DJI) um 0,96 Prozent auf 52.463 Punkte. In Europa gab der Euro Stoxx 50 (SX5E) 0,38 Prozent auf 6.122 Punkte nach. Nach dem schwachen Börsendebüt eines südkoreanischen Rechenzentrumspezialisten verlor der Nikkei 225 (NI225) 1,30 Prozent auf 64.075 Punkte. Brent-Rohöl (UKOIL) verbilligte sich um 0,77 Prozent auf 108,71 Dollar je Barrel.
UnternehmenSpaceX (SPCX) rückte vor der Vorlage seiner Quartalsergebnisse in den Mittelpunkt. Das Augenmerk lag auf dem Geschäft mit Satellitenverbindungen und Raketenstarts. SK Hynix (000660) geriet nach dem schwachen Börsendebüt des südkoreanischen Rechenzentrumsbauers Elice und wegen neuer Zweifel an den Bewertungen im KI-Sektor unter Druck. ASML (ASML) wurde ebenfalls von der Neubewertung der Investitionen in KI-Infrastruktur erfasst. Palantir (PLTR) stand wegen der Überprüfung seiner Aufnahme in einen neun Milliarden Dollar schweren islamkonformen Fonds im Blick.
Salesforce (CRM) vereinbarte die Übernahme der Marketingplattform Braze für rund 5,7 Milliarden Dollar. Anleger nahmen die Kosten der weiteren Expansion im KI-Geschäft kritisch auf. Braze (BRZE) profitierte als Übernahmeziel von der Transaktion. Alphabet (GOOGL) meldete, eine Störung seiner europäischen Cloud-Dienste weitgehend behoben zu haben. Diese hatte mehrere Banken und Onlineangebote zeitweise beeinträchtigt.
Volkswagen (VOW3) rief weltweit mehr als 70.000 Elektroautos wegen fehlerhafter Batterien zurück. BMW (BMW) schloss sein Abfindungsprogramm, nachdem sich mehrere Tausend Beschäftigte für einen Austritt beworben hatten. Wegen höherer britischer Glücksspielsteuern plant Flutter Entertainment (FLUT) den Abbau von mehr als 1.000 Stellen in Großbritannien und Irland.
Wegen des schwächeren Branchenumfelds kündigte National Australia Bank (NAB) den Abbau von 2.500 Stellen und damit rund 6 Prozent der Belegschaft an. NatWest (NWG) verschärfte für etwa 30.000 Beschäftigte die Vorgaben zur Anwesenheit im Büro. Ein unabhängiger Untersuchungsbericht belastete Nidec (6594). Demnach hatte der Gründer 2017 eine Prüfung von Bilanzierungsfragen unterbunden und den Verwaltungsrat nicht informiert.
Makroökonomie
Nach Angaben des White House sieht sich die US-Regierung mit einer Klage gegen Zölle von 50 Prozent auf verschiedene kanadische Waren konfrontiert. Dies erhöht die handelspolitischen Risiken für nordamerikanische Lieferketten. Laut EZB forderte der frühere EZB-Präsident Mario Draghi eine größere europäische Rolle bei der Beendigung des Ukrainekriegs und verwies auf dessen Bedeutung für Europas außenwirtschaftliche Beziehungen. Dem IWF zufolge rücken hohe Schuldenstände und Renditen stärker in den Fokus der internationalen Finanzpolitik, während die Sorge über China an Gewicht verliert.
---
*Erstellt am 20.10.2026 / 18:35 (Europe/Berlin)*