Täglicher Marktbericht – 22. Oktober 2026
Märkte
Sorgen über die Rentabilität hoher KI-Ausgaben drückten den S&P 500 (SPX) um 1,27 Prozent auf 7.659 Punkte. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor 2,44 Prozent auf 29.096 Punkte. Der DAX (DAX) schloss 1,04 Prozent tiefer bei 25.379 Punkten, während der Nikkei 225 (NI225) um 2,65 Prozent auf 62.908 Punkte fiel. Die Nachfrage nach sicheren Anlagen drückte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (US10Y) auf 5,01 Prozent. Nach den Angriffen der Huthi auf Saudi-Arabien verteuerte sich Brent-Rohöl (UKOIL) um 2,13 Prozent auf 111,14 Dollar je Barrel.
Unternehmen
Meta Platforms (META) verloren 5,52 Prozent. Hohe KI-Investitionen, eine schwächere Margenperspektive und die noch offene Ausgabenplanung für 2027 belasteten die Bewertung. Advanced Micro Devices (AMD) fielen im breiten Ausverkauf von KI- und Halbleiterwerten um 7,62 Prozent. ASML (ASML) gaben um 5,06 Prozent nach, weil Anleger Investitionen in die Chipfertigung neu bewerteten.
Lam Research (LRCX) verloren 10,45 Prozent. KLA (KLAC) büßten 8,98 Prozent ein. Applied Materials (AMAT) fielen um 6,91 Prozent, Intel (INTC) um 6,48 Prozent.
Procter & Gamble (PG) stiegen um 6,10 Prozent, nachdem die Ergebnisse die Erwartungen übertroffen hatten und der organische Umsatz um 4 Prozent gewachsen war. Hermès (RMS) gerieten unter Druck, weil schwächere Geschäfte in China und im Nahen Osten den Umsatz hinter den Erwartungen zurückbleiben ließen. Nestlé (NESN) nahm nach der staatlichen Übernahme seines Russlandgeschäfts Nettovermögen von 1,95 Milliarden Dollar aus der Bilanz.
Blackstone (BX) meldete wegen höherer Zinsen, einer geringeren Transaktionsaktivität und niedrigerer Immobilienbewertungen einen Gewinnrückgang von 9,20 Prozent. American Airlines (AAL) senkte wegen gestiegener Treibstoffkosten zum dritten Mal binnen sechs Monaten den Jahresausblick.
Makroökonomie
Laut White House prägen wachsende Spannungen mit Kanada und die Sicherheitslage im Nahen Osten die US-Außenpolitik vor den Zwischenwahlen. Dies erhöhte den geopolitischen Risikoaufschlag an den Märkten. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen nach amtlichen Angaben nahe dem niedrigsten Stand seit den sechziger Jahren und signalisierten weiterhin eine geringe Zahl von Entlassungen.
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*Erstellt am 22.10.2026 / 17:47 (Europe/Berlin)