Täglicher Marktbericht – 30. Oktober 2026

Märkte

Sorgen über hohe KI-Ausgaben drückten den S&P 500 (SPX) um 0,30 Prozent auf 7.720 Punkte und den Nasdaq 100 (NDX) um 1,38 Prozent auf 29.403 Punkte. Hingegen schloss der DAX (DAX) 1,31 Prozent höher bei 26.040 Punkten. In Asien fiel der Nikkei 225 (NI225) im Sog der Technologiewerte um 2,26 Prozent auf 63.199 Punkte. Nach den Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus verteuerte sich Brent-Rohöl (UKOIL) um 1,17 Prozent auf 112,10 Dollar. Silber (SILVER) gab dagegen um 1,54 Prozent auf 51,58 Dollar nach.

Unternehmen

Alphabet (GOOGL) verlor nach der Vorlage der Geschäftszahlen 12,64 Prozent. Zugleich wuchsen die Bedenken über die Finanzierung hoher KI-Investitionen. Amazon (AMZN) geriet nach den Geschäftszahlen trotz eines angehobenen Ausblicks für das Cloudgeschäft unter Druck. Microsoft (MSFT) plant zur Finanzierung des KI-Ausbaus eine Anleiheemission über 25 Milliarden Dollar. Die Neubewertung hoher KI-Ausgaben ließ ServiceNow (NOW) um 26,95 Prozent auf 109,67 Dollar einbrechen.

Intel (INTC) belastete die Halbleiterbranche mit einem enttäuschenden Ausblick, nachdem die Nachfrage nach Personalcomputern schwach geblieben war. Wegen der Sorgen über die Rentabilität des KI-Ausbaus verlor SK Hynix (000660) 7,08 Prozent auf 1.418.000 Won. KLA (KLAC) gewann hingegen 5,45 Prozent auf 167,43 Dollar. Murata Manufacturing (6981) kündigte Investitionen von 1 Billion Yen an, um das Geschäft mit Kondensatoren für KI-Rechenzentren auszubauen.

Spotify (SPOT) arbeitet Berichten zufolge an einem kostenpflichtigen KI-Dienst für Musik-Remixe, der Anfang kommenden Jahres starten soll. Reddit (RDDT) geriet nach einem schwachen Umsatzausblick und der Ankündigung von Tests einer Anmeldepflicht unter Druck. Sandisk (SNDK) profitierte nach Marktangaben von einem starken Umsatzanstieg und der Ankündigung eines Aktiensplits.

Eli Lilly (LLY) stieg um 6,63 Prozent auf 1.373,70 Dollar. Caterpillar (CAT) fiel um 9,25 Prozent auf 647,39 Dollar.

Makroökonomie

Am 28. Oktober 2026 beließ die Fed ihren Leitzins unverändert bei 3,75 bis 4,00 Prozent, die EZB ließ am 29. Oktober den Einlagenzins unverändert bei 2,50 Prozent. Für die nächsten Sitzungen am 9. Dezember (Fed) und 17. Dezember (EZB) erwartet der Markt mit Wahrscheinlichkeiten von 76 beziehungsweise 85 Prozent, dass beide Notenbanken die Leitzinsen jeweils um 25 Basispunkte anheben. Auch die BoJ beließ die Leitzinsen unverändert. Zugleich stellte die japanische Notenbank fest, dass die zugrunde liegende Inflation ihr Ziel von 2 Prozent erreicht hat.

Der IWF würdigte Großbritanniens Plan zur Defizitsenkung, der vor allem höhere Steuern vorsieht.

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*Erstellt am 30.10.2026 / 06:48 (Europe/Berlin)*