Täglicher Marktbericht – 30. Oktober 2026
Märkte
Enttäuschende Ergebnisse aus dem Technologiesektor und Sorgen über steigende KI-Ausgaben drückten den S&P 500 (SPX) um 2,04 Prozent auf 7.563 Punkte. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor 3,92 Prozent auf 28.250 Punkte. Der Dow Jones (DJI) schloss 1,05 Prozent tiefer bei 51.791 Punkten, während der DAX (DAX) um 0,85 Prozent auf 25.818 Punkte nachgab. Nach den Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus verteuerte sich Brent-Rohöl (UKOIL) um 2,87 Prozent auf 113,98 Dollar. Gold (GOLD) fiel um 3,46 Prozent auf 3.891,80 Dollar.
Unternehmen
Intel (INTC) brach um 30,55 Prozent auf 63,94 Dollar ein. Das Unternehmen enttäuschte mit seinem Umsatzausblick, nachdem die Nachfrage nach PC-Prozessoren schwach ausgefallen war und Lieferkettenprobleme das Geschäft mit Rechenzentrumschips belastet hatten. Amazon (AMZN) setzte die Technologiewerte mit höheren Investitionen in KI-Infrastruktur und dem schwächsten Wachstum des Handelsgeschäfts seit drei Jahren unter Druck. Auch Alphabet (GOOGL) geriet wegen wachsender Zweifel an den Erträgen aus hohen KI-Ausgaben unter Druck. Advanced Micro Devices (AMD) verlor im Ausverkauf der Halbleiterwerte 11,92 Prozent auf 498,89 Dollar.
Qualcomm (QCOM) fiel um 12,12 Prozent auf 162,94 Dollar. Applied Materials (AMAT) gab um 8,43 Prozent auf 386,13 Dollar nach, Lam Research (LRCX) verlor 7,63 Prozent auf 234,99 Dollar. Nvidia (NVDA) sank um 5,24 Prozent auf 202,46 Dollar, Broadcom (AVGO) um 6,37 Prozent auf 323,02 Dollar.
Dank gestiegener Raffineriemargen meldete BP (BP) den höchsten Gewinn seit 18 Jahren und beschleunigte den Schuldenabbau. Exxon Mobil (XOM) profitierte im Quartal von hohen Kraftstoffpreisen und Raffineriemargen infolge der Kriege im Iran und in der Ukraine. Chevron (CVX) erreichte nach kräftigen Raffinerieerträgen ein Rekordhoch.
BASF (BAS) stieß mit seinem auf 11 Milliarden Euro erhöhten Übernahmeangebot für Evonik auf Ablehnung. Evonik (EVK) wies die Offerte zurück, gestattete jedoch einen Informationsaustausch mit dem Konkurrenten. Volkswagen (VOW3) setzte angesichts der angespannten Geschäftslage die Entwicklung des ID.Golf aus.
Makroökonomie
Nach Angaben der Fed hält Alberto Musalem, Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, baldige weitere Zinserhöhungen für erforderlich, um die Inflation auf den Zielwert zurückzuführen. Der EZB zufolge leistet künstliche Intelligenz durch Investitionen und ihre breitere Anwendung einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum des Euroraums. Die BoJ ließ die Leitzinsen unverändert.
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*Erstellt am 30.10.2026 / 18:53 (Europe/Berlin)*