Täglicher Marktbericht – 10. Februar 2026
In Japan setzte die Börse ihre Aufwärtsbewegung nach der Parlamentswahl fort: Der Wahlausgang wird am Markt als Mandat für einen expansiveren finanzpolitischen Kurs unter Sanae Takaichi gelesen. Das stärkte den Risikoappetit für japanische Aktien, während der Yen fester tendierte – ein Hinweis darauf, dass Anleger die geld- und fiskalpolitischen Folgewirkungen neu einpreisen.
IM IT-Bereich dominierten zwei Themen die Diskussion: Alphabet NASDAQ:GOOGL griff für geplante Rechenzentrums- und Infrastrukturprogramme tief in den Anleihemarkt – bis hin zu sehr langen Laufzeiten, die in normalen Zinsregimen selten geworden sind. Zudem diskutieren die Marktteilnehmer weiterhin, ob neue KI-Werkzeuge von Anthropic Informationsanbieter ersetzen werden. Bei S&P Global NYSE:SPGI lagen Umsatz und Ergebnis im vierten Quartal nahe an den Erwartungen, doch die 2026er-Guidance beim bereinigten EPS blieb unter dem Konsens – und fachte zugleich die Debatte an, wie stark KI die Preissetzungsmacht klassischer Daten- und Analytics-Anbieter unter Druck setzen könnte. Die Aktie rutschte daraufhin um rund acht Prozent ab und zog vergleichbare Informationsdienstleister zeitweise mit nach unten.
Ebenfalls unter Beobachtung: The Coca-Cola Company NYSE:KO lieferte ein gemischtes Quartal – Gewinn je Aktie über, Umsatz leicht unter den Erwartungen – und stellte für 2026 4–5% organisches Wachstum in Aussicht. Der Ausblick wirkte nach einem starken Lauf defensiver als erhofft; die Aktie gab zunächst deutlicher nach und lag im Handel dann um etwa zwei Prozent im Minus.
Auf der Gewinnerseite stand Datadog NASDAQ:DDOG: Getragen von KI-befeuerter Nachfrage nach Observability- und Security-Tools übertraf der Konzern die Schätzungen mit 953 Mio. USD Umsatz (+29%) und 0,59 USD bereinigtem EPS; trotz eines für das Gesamtjahr eher vorsichtigen Rahmens wertete der Markt den Quartals-„Beat“ und die kurzfristig solide Umsatz-Visibilität positiv. Die Aktie sprang um etwa 15–16% nach oben.
AstraZeneca NASDAQ:AZN überzeugte dagegen mit einem robusten Jahr 2025 (Umsatz +8%) und bekräftigte für 2026 mittleres bis höheres einstelliges Umsatzwachstum sowie niedrig zweistelliges EPS-Wachstum – getragen von Onkologie und einer breiten Launch-Pipeline. Die Aktie reagierte freundlich bis leicht fester, weil der Ausblick in einem politisch und regulatorisch heiklen Umfeld als erstaunlich stabil gelesen wurde.