Täglicher Marktbericht – 6. Mai 2026

Die internationalen Aktienmärkte verzeichneten am Mittwoch eine der stärksten Tagesbewegungen der vergangenen Wochen. Der S&P 500 (SP:SPX) stieg um 1,46 % auf ein neues Rekordhoch von 7.365 Punkten, der Nasdaq 100 (NASDAQ:NDX) gewann 2,03 % auf 25.839 Punkte und der Dow Jones (DJ:DJI) legte 1,24 % auf 49.911 Punkte zu. Die Kombination aus starken KI-Unternehmenszahlen und Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Konflikt mit dem Iran hat die Märkte heute beflügelt. Der Preis für Brent-Rohöl fiel um rund 7,5 % auf knapp über 100 US-Dollar je Barrel, nachdem US-Präsident Donald Trump Signale für mögliche Gespräche mit Iran gegeben hatte.

Im Mittelpunkt der Berichtssaison standen heute große Technologie- und KI-Unternehmen. Advanced Micro Devices (NASDAQ:AMD) sprang nach Quartalszahlen um nahezu 19 % auf ein Rekordhoch. Das Unternehmen profitierte von der starken Nachfrage nach KI-Chips für Rechenzentren. Der gesamte Halbleitersektor zog daraufhin kräftig an: Intel (NASDAQ:INTC) gewann laut Reuters 4,5 %, Qualcomm (NASDAQ:QCOM) legte deutlich zu und der Philadelphia Semiconductor Index stieg um rund 4,5 %. Super Micro Computer (NASDAQ:SMCI) legte um 24 % zu. Gleichzeitig erreichte Samsung Electronics erstmals eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion US-Dollar.

Auch außerhalb des Technologiesektors kam es zu außergewöhnlich starken Kursbewegungen. Walt Disney (NYSE:DIS) stieg nach Zahlen um rund 7,5 %. Uber Technologies (NYSE:UBER) gewann etwa 8,5 %. Der globale Aktienindex MSCI All Country World Index erreichte ebenfalls ein Rekordhoch.

Der US-Dollar fiel gegenüber den meisten großen Währungen, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf etwa 4,35 % zurückging. Gold dagegen profitierte von der Dollar-Schwäche und stieg zeitweise auf ein Mehrwochenhoch.

Wichtige Aufmerksamkeit galt heute zudem den US-Arbeitsmarktdaten. ADP veröffentlichte heute den offiziellen ADP National Employment Report. Demnach entstanden im April 109.000 neue Stellen im privaten Sektor nach zuvor 62.000 Stellen im März. Dies ist der stärkste Stellenaufbau seit 15 Monaten. Der Bericht wird gemeinsam vom ADP Research Institute und dem Stanford Digital Economy Lab erstellt. Besonders stark war der Beschäftigungsaufbau im Bildungs- und Gesundheitssektor. Die Daten gelten als wichtiger Vorindikator für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.