Täglicher Marktbericht – 6. August 2026

Märkte Zinssorgen und die Zuspitzung des Konflikts um die Straße von Hormus drückten den S&P 500 (SPX) um 0,18 Prozent auf 7.710 Punkte. Der Nasdaq 100 (NDX) verlor 0,39 Prozent auf 29.373 Punkte. Beim Dow Jones (DJI) betrug das Minus 0,85 Prozent; er schloss bei 53.885 Punkten. Dagegen stieg der Euro Stoxx 50 (SX5E) um 0,39 Prozent auf 6.503 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen (US10Y) erhöhte sich um gut 5 Basispunkte auf 4,67 Prozent. Brent-Rohöl (UKOIL) verteuerte sich wegen der Unsicherheit über die freie Passage durch die Straße von Hormus um 5,16 Prozent auf 83,55 Dollar je Barrel. Unternehmen Rheinmetall (RHM) senkte nach der Aufgabe des deutschen F126-Fregattenprojekts die Umsatzprognose. Honeywell (HON) geriet unter Verkaufsdruck, nachdem der Konzern seinen Ausblick wegen Lieferengpässen gekürzt hatte. RWE (RWE) erhält von der US-Regierung 1,2 Milliarden Dollar für den Rückzug aus einem Offshore-Windprojekt.

Airbnb (ABNB) übertraf im Quartal die Erwartungen und hob wegen der Nachfrage in den Vereinigten Staaten und Europa erneut den Jahresausblick an. Trade Desk (TTD) fiel nach schwächeren Ergebnissen und einem enttäuschenden Ausblick. DraftKings (DKNG) verfehlte die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, während neue Prognosemärkte den Wettbewerb verschärften.

Advanced Micro Devices (AMD) vereinbarte die Übernahme des kanadischen Chipentwicklers Taalas und erweitert damit sein Angebot für KI-Rechenzentren. Alphabet (GOOGL) nahm mit einer Anleiheemission 25 Milliarden Dollar zur Finanzierung hoher KI-Investitionen auf. SoftBank (9984) verbuchte in der Ergebnisrechnung einen Wertzuwachs seiner Intel-Beteiligung. SK Hynix (000660) verlor nach einem plötzlichen Kurseinbruch 10,37 Prozent. Im selben Branchenumfeld gab Samsung Electronics (005930) 6,30 Prozent nach.

Nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr nahm die Commerzbank (CBK) Gespräche mit Unicredit über die weitere Eigentümerstruktur auf. AppLovin (APP) brach um 19,66 Prozent auf 335,67 Dollar ein.

Makroökonomie Nach Angaben des White House summieren sich die in diesem Jahr vereinbarten Zahlungen für die Aufgabe geplanter US-Offshore-Windprojekte auf rund 4 Milliarden Dollar. Dies verändert die Investitionsbedingungen der Branche. Der IWF sieht für Japan Spielraum für eine weitere Normalisierung der Geldpolitik durch die BoJ. Damit rückt der Kurs der japanischen Zentralbank in den Mittelpunkt. Das BLS veröffentlicht am Freitag den US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Die Daten sind für die Einschätzung des geldpolitischen Kurses maßgeblich.

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*Erstellt am 06.08.2026 / 23:48 (Europe/Berlin)*